DIY: Ein eigenes Hochbeet bauen

Wer hat schon Lust auf den Knien Unkraut zu rupfen und Schnecken abzupflücken? Ich nicht. Standort: Möglichst sonnig. Viel Gießen (oder Tropfbewässerung) und Beet mulchen ist leichter zu realisieren als mehr Sonne ;). Material: Terassendielen (Kesseldruckimprägniert, wegen der Haltbarkeit 200 cm x 14,5 cm x 2,5 cm), Spax Rostfrei für Terassendielen (selbstbohrend, spart viel Arbeit), Teichfolie (dünne und entsprechend günstige reicht), Tackernadeln

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Test: Airy – Der Luftwäscher ohne Strom (?)

Ich konnte nicht wiederstehen und hab nun einen Designblumenpott für 80 Euro. Aber der soll ja auch die Luft reinigen! Die Idee gab es schonmal: da war der Topf aber hässlich, hieß polluSan und hat sich nicht verkauft. Jetzt heißt der Topf Airy. Der Erfinder ist wohl nicht der begabteste Marketeer und hat wohl einige (oder alle Patente) an einen Herrn verkauft der dubioserweise auf Amazon mitdiskutiert – anonym. Vermutlich ist dieser Kerl aber auch der Grund für das re-design der Töpfe. Weiter kurios: für die Wirksamkeit der Töpfe wird eine Studie angeführt (diese findet man zum Download auf der Seite vom Airy), die für die Versuchsreihe eine Besserung gewisser Schadstoffe gegenüber einfachen Töpfen bestätigt, aber mit „könnte aber auch Zufall gewesen sein“ abschließt. Naja. Weiterlesen ›

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Erkältung und der Luftbefeuchter

Nachdem ich jetzt wieder mal fast drei Wochen lang mit Fieber, Husten und Schnupfen zuhause vor mich hingesiecht habe muss ich doch nochmal einen Nachtrag zu dem Venta Luftwäscher machen. Das Ding ist jeden Cent wert! Ich konnte die erste Nacht kaum schlafen, weil ich ständig von trockenem Husten geweckt wurde. Sogar mein Hund hatte sich schon ins Wohnzimmer verzogen. Da bin ich auf die Idee gekommen warmes Wasser in den Luftwäscher zu packen und ins Schlafzimmer zu stellen (Achtung: Keine Dauerlösung! Siehe diesen Beitrag). Der Hustenreiz wurde deutlich gemildert und man kommt doch noch dazu ein paar Stunden am Stück zu schlafen. Übrigens: wer noch keine Nasendusche hat, sollte sich unbedingt mal eine zulegen. Der grüne Schnodder klebt einem sonst das halbe Gehirn zu.

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Buchsbaumzünsler Tagebuch 2017

14.3.2017 Habe bei einem Bekannten drei alte Buchsbäume geholt, die das letzte Jahr überhaupt nicht behandelt wurden und dementsprechend sehr stark zerfressen waren. Wären die Buchsbäume nicht locker 40-60 Jahre alt, hätte ich diese nicht mitgenommen, sondern an Ort und Stelle verbrannt…
15.3.2017 Habe den am stärksten zerfressenen Buchs Radikal zurückgeschnitten und werden diesen – sofern er überlebt – in einen Bonsai verwandeln. Dabei habe ich die ersten Buchsbaumzünsler für dieses Jahr entdeckt, ca. 5mm lang. An meinen anderen Buchsbäumen sind auch schon Raupen zu sehen (ebenfalls ca. 5mm lang)

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Gartenbeleuchtung selbst machen – Felsenbirne beleuchten

Grade jetzt, wo es früh dunkel und spät hell wird, hat man als Berufstätiger nicht viel von seinem Garten. Wenn ich heimkomme, liegt alles schön im dunkeln. Die Fenster, sonst wie ein Bild mit Naturmotiven, sind einfach nur schwarze Scheiben und wirken sehr ungemütlich. Tja, was also tun? Licht! Das Beet vor meiner Terassentür habe ich ja genau in der Sichtachse vom Wohnzimmer angelegt, deswegen bietet es sich an hier auch ein bisschen Licht einzubringen.

Nun hab ich keine Lust jedes Jahr 50-100 EUR nur an Stromkosten für Gartenbeleuchtung auszugeben, also brauch ich LED Technik. Und weil ich auch keine Lust hab, dass die Strahler nach zwei Monaten kaputt in der Ecke liegen, habe ich mich für eine wertige Version der Gartenbeleuchtung mit LED aus Edelstahl (rostfrei, robust).

Der Aufbau ist sehr unkompliziert gewesen (schraubverbindung am Kabel, mit Gummidichtung) und war in 30 Minuten mit Auspacken erledigt. Derzeit an einer schaltbaren Steckdose, wäre ein Dämmerungssensor mit Zeitabschaltung natürlich viel bequemer. So schaltet sich das Licht dann automatisch ein wenn es dunkel wird und nachts, wenn ich schlafe auch wieder aus. Ansonsten viel Spaß mit den Fotos!

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DIY Einen Kotatsu bauen (Ikea Hack Bett)


In Japan, wo kaum ein Haus eine Zentralheizung hat, gehört ein Kotatsu zur Einrichtung dazu wie bei uns die Couch. Ein Kotatsu ist im prinzip wie ein Couchtisch mit einer Decke und einer Heizung, der im Winter Wärme spendet und zum Lesen, Rumlungern, Essen und beisammensein einlädt. Herzstück eines Kotatsu ist zweifelsohne die Untertischheizung, die über ein Gebläse (manchmal auch ohne gebläse) die durch Heizspiralen erwärmte Luft verteilt. Um die Luft am ausströmen zu Hindern wird über dem Tisch eine Decke ausgebreitet, auf der dann eine Tischplatte liegt. Im Prinzip ein die etwas ’sicherere‘ Variante zum Fön unter der Bettdecke. Klingt gefährlich? Ich denke auch. Klingt gemütlich? Auf jeden Fall! Ist in Deutschland zu bekommen? Eher nicht. Und wenn, dann nur sehr überteuert und es wird noch ein Adapter für den „Kotatsu-Ofen“ benötigt. Grund genug, sich nach Alternativen umzusehen und selber was zu bauen.

Das Ziel: Ein flauschiger Tisch in Bodennähe mit Wärmefunktion


Im Büro habe ich letzten Winter unter den Tischen eine Infrarot-Wärmeplatte angebracht. Diese heizt insbesondere in der Übergangszeit, oder der Schnupfenzeit wunderbar die Beine unter den Schreibtischen. Auch die Hände werden warm, da auch etwas Wärme nach oben steigt. Die Heizfunktion ist über einen Dimmer regelbar und mit maximal 80°C warm genug für meinen DIY Kotatsu! Also, nachdem fast ein Jahr die Platten im Büro ihren Dienst tun auch mal eine privat bei Amazon bestellt.

Bleibt noch die Frage, aus was man den Kotatsu baut. Mein alter Schreibtisch von Ikea hat eine defekte Tischplatte. Gut, der ist auch schon gefühlte 15 Jahre alt und löst sich auf. Praktischerweise habe ich grade mein durchgelegenes Bett gegen ein Japanisches Baumwollfuton ausgetauscht. Und da keiner das Bett geschenkt haben wollte, habe ich aus dem Kopfteil kurzerhand eine Tischplatte gemacht. Das Fußteil war fast genau zweimal so lang wie das Kopfteil hoch war und hat perfekte Tischbeine abgegeben! Mit der Ryoba Säge habe ich das Fußteil halbiert – von Hand, ging sehr schnell und staubt recht wenig, da dass Sägeblatt dünn ist. Hab ich direkt im Wohnzimmer gemacht. Über Lamellodübel habe ich das ganze miteinander verbunden. Rückwirkend betrachtet hätte man auch einfach einen starken Kleber nehmen können, ohne Dübel. Die Auflageflächen sind sehr breit. Monitor, Tastatur, Maus und Lampe umgestellt. Eine Decke auf den Boden, Heizplatte unter den Tisch geklebt und fertig ist der DIY Kotatsu. Naja noch nicht ganz. Eine Holzplatte werde ich vermutlich noch hinten anbringen um die Steckerleisten zu verstecken und die warme Luft zu stauen. Und wenn es richtig kalt ist (wie die vergangenen Tage) kommt noch eine Decke dazu, mit der ich mich einkuschel. Mein Hund findet das auch saubequem. Und ein erster Besucher hat den Tisch ebenfalls für „geil“ befunden.

Wem auf Dauer das auf dem Boden sitzen zu anstrengend wird (was eigentlich unmöglich ist weil man ständig die Sitzposition verändern kann in alle möglichen Richtungen, was auch wieder gut für den Rücken ist) kann auch einen halben Ikea-Schreibtisch-Holzstuhl auf den Boden stellen. Viel Spaß beim nachmachen!

Zaisu aus dem IKEA

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Jiaogulan – Kraut der Unsterblichkeit (lat. Gynostemma pentaphyllum)

„Ey kennst du das? Das soll gegen (…hier beliebige Zivilisationskrankheit einsetzen…) helfen! Das kommt aus dem Dorf wo die Menschen alle 100 Jahre alt werden!“ An der Stelle hatte mich mein Kollege. Ich will nämlich auch 100 werden. Und zwar nicht als Zombie, sondern fit. Eine kurze Googleattacke bringt einen über verschiedene Verschwörungstheorie- und Alternative Medizin-Seiten auch auf Wikipedia. Die Wirkstoffe der Pflanze sind ähnlich wie die von Ginseng, sogar noch einige mehr. Und die Pflanze ist deutlich günstiger und einfacher zu kultivieren. Also, auf in den Blumenfachhandel und in der Kräuterabteilung einmal das „Kraut der Unsterblichkeit“ mitgenommen. Vorher heimlich ein paar Blätter abgeknipst und genascht, wer kauft schon die katze im Sack. Boom. Wenn man sonst immer alles mit Hühnchen vergleicht, beschreiben viele den Geschmack als Lakritzartig. Ich hasse Lakritz, und mir schmeckt das Kraut. Ein bisschen kribbelig, so wie Brennessel aber süßer und… vermutlich ist es unmöglich den Eigengeschmack zutreffend zu beschreiben, die etwas größeren Blätter haben komplett anders geschmeckt. Was allerdings witzig ist: man fühlt sich ein wenig euphorisch, keine Ahnung ob es an der Pflanze lag oder daran, dass ich mir gedacht hab „Endlich mal was, was gesund ist und nicht wie Ar**h schmeckt.“ Die Nachbarin musste auch probieren, die Fand es schmeckt nach Klee (…?).

Ich hab erstmal beim eintopfen ein paar Ableger gemacht (die Vermehrung über einen Abriss der Wurzel soll ein Kinderspiel sein) und werde nachher noch ein paar Triebe in eine Weinflasche stellen um diese zu bewurzeln. Achja, Tee kann man auch aus dem Kraut kochen. Ein paar Blätter, heißes wasser, 5 Minuten ziehen lassen, fertig. Der Eigengeschmack als Tee ist nicht so intensiv, mich erinnert es ein bisschen an wässrigen Pfefferminztee. Ja und es wirkt ziemlich entspannend. Kann aber auch an dem schönen Wetter liegen.

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